Festival of Lights                              

  11. bis 20. Oktober 2019 / Potsdamer Platz

  • Der Potsdamer Platz leuchtet
  • Alte Potsdamer Straße wird zur grünen Oase
  • Interview mit Birgit Zander und Thierry Noir
  • Magisches Licht am Marlene-Dietrich-Platz
                                                                              © FESTIVAL OF LIGHTS / Frank Herrmann
Der Potsdamer Platz leuchtet

Wenn die Abende in Berlin kalt und dunkel werden, ist wieder Zeit für das Festival of Lights. Vom 11. bis 20. Oktober lässt das beliebte Festival wieder zahlreiche Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt in bunten Farben leuchten. Auch der Potsdamer Platz wird in diesem Jahr wieder zur Bühne für spektakuläre Lichtkunst. Das Festival of Lights steht in diesem Jahr im Zeichen von 30 Jahren Mauerfall und Friedlicher Revolution. Dafür gibt es kaum einen besseren Ort als den Potsdamer Platz, über den bis 1989 die Berliner Mauer verlief.

Los geht es am 11. Oktober, um Punkt 19 Uhr. Passend zum Festival-Motto „Lights of Freedom“ (Lichter der Freiheit) erleuchtet auf der Fassade des Kollhoff-Towers am Potsdamer Platz 1 eine riesige Kunst-Collage zum Thema Freiheit, Grenzenlosigkeit und Berlin. Unzählige Bilder, darunter auch Motive der bekannten Mauerkünstler Christophe Bouchet, Kiddy Citny und Thierry Noir bewegen sich über die Hochhausfassade.

Der Potsdamer Platz ist ein traditioneller Ort des Festival of Lights, das in diesem Jahr sein 15. Jubiläum feiert. Seit dem ersten Jahr haben seine markanten Gebäude einen festen Platz im Festival-Kalender.

Grund genug also, diesem besonderen Ereignis einen ganzen Newsletter zu widmen. Wir stellen die Inszenierungen am Potsdamer Platz und zwei Macher des Festivals im Interview vor.

                                                                              © FESTIVAL OF LIGHTS / Malte Verworner
Alte Potsdamer Straße wird zur grünen Oase

Am Eingang der Straße am Fuße des Kollhoff-Towers zieren leuchtende Vögel des französischen Künstlers Pitaya die Baumkronen. Die Installation erinnert an einen Schwarm Zugvögel, der sich für eine Weile in den Bäumen der Stadt niedergelassen hat. Die klaren Linien dieser stilisierten Vögel spiegeln die Form und Einfachheit von Origami wider und tragen dabei in ihrer eleganten Schlichtheit die Botschaft von Freiheit über die Köpfe aller Besucher. Läuft man die Straße weiter Richtung Marlene-Dietrich-Platz, taucht man in ein Meer aus atmosphärischem, grünem Licht ein – als Symbol für die Bedeutung von Natur im urbanen Raum.

Auch die berühmte Fassade des Hauses Huth ist Teil der Inszenierung. Der Künstler Gabriel Valecillo nimmt die Besucher auf eine dreidimensionale Reise durch die Schönheit und Vielfalt des Landes Honduras mit. Gefördert wird diese Aktion von der Botschaft der Republik Honduras in Berlin. Es ist eine Reise durch ein Land mit alten Geheimnissen, einheimischen Kulturen und beeindruckender natürlicher Schönheit. Erleben Sie tropische Wälder und weitläufige Strände.

                                                                               © FESTIVAL OF LIGHTS / Lutz Ackermann
Interview mit Birgit Zander und Thierry Noir

Festival-Gründerin Birgit Zander und Mauerkünstler Thierry Noir verraten, was sie antreibt und warum der Potsdamer Platz für Sie ein besonderer Ort ist.

Frau Zander, was erwartet die Besucher beim Festival in diesem Jahr?

ZANDER: Besonders schön wird die Eingangssituation mit den Hochhäusern und der Bodenprojektion. Die Bilder werden sich rund um das Thema 30 Jahre Mauerfall und Friedliche Revolution drehen. Ein Highlight wird sicher der Lichtkreis von Philippe Morvan, der dafür 1.000 Taschenlampen in Leipzig und Umgebung gesammelt und in das Kunstwerk eingebaut hat.

Was macht den Potsdamer Platz für Sie so besonders?

ZANDER: Ich werde niemals vergessen, wie es war, als der Potsdamer Platz das erste Mal beim Festival of Lights dabei war. Alle waren überrascht, wie viele Menschen nachts auf den Platz kamen. Es war so voll wie nie. Und vor 30 Jahren stand hier noch die Mauer!

Thierry Noir, von Ihnen werden bekannte Bildmotive auf den Hochhausfassaden zu sehen sein. Was bedeutet Ihnen der Potsdamer Platz heute?

NOIR: Der Potsdamer Platz ist für mich ein ganz besonderer Ort, genauso wie der Leipziger Platz nebenan. Dort habe ich gerade erst mit Kiddy Citny mehrere Mauersegmente mit alten Bildern von uns restauriert.

Wie sind Sie zum Mauerkünstler geworden?

NOIR: Ich habe ganz klein vor meiner Tür angefangen, die Mauer zu bemalen, ab 1984 dann am Bethaniendamm in Kreuzberg. Bis zur Wende waren es schon fünf Kilometer Mauer, die ich zusammen mit anderen Künstlern wie Christophe Bouchet und Kiddy Citny bemalt hatte. Ich konnte einfach nicht aufhören und wollte mich von dieser Tristesse befreien, die der Anblick der Mauer in mir ausgelöst hat. Die Mauer ist weg.

Wo malen Sie heute?

NOIR: Heute kann man einfacher als früher legal auf der Straße malen. In London habe ich im August viele kleine Bilder gemalt. Ich finde, diese Street Art ist wichtig, gerade in Nordeuropa, wo es im Winter lange dunkel ist. Jemand kommt aus der U-Bahn, sieht ein buntes Grafitti und lächelt eine Sekunde lang. Das ist für mich der schönste Moment als Künstler.

Frau Zander, wie schaffen Sie es, im 15. Jahr des Festivals immer neue Ideen zu finden?

ZANDER: In diesem Jahr ist es uns mit dem Jubiläum von Mauerfall und Friedlicher Revolution eher leichtgefallen. Ansonsten versuchen wir auch ein Stück weit mit dem Zeitgeist zu gehen, wie beispielsweise vergangenes Jahr mit dem Motto Connecting Cultures.

Vielen Dank für das Gespräch!

                                                                                                        © FESTIVAL OF LIGHTS
Magisches Licht am Marlene-Dietrich-Platz  

Wer weiter bis zum Marlene-Dietrich-Platz und zum Piano-See geht, wird mit zwei weiteren Highlights belohnt. Die Lichtinstallation „Menschen Leipzig – Berlin“ des französischen Lichtkünstlers Philippe Morvan ist gleich zwei Ereignissen vor 30 Jahren gewidmet: der Friedlichen Revolution in Leipzig und dem Fall der Berliner Mauer. In einem Kreis mit neun Metern Durchmesser entführt der Künstler die Besucher ins Herz der Installation auf dem Marlene-Dietrich-Platz.

Gleich nebenan, auf dem Piano-See, sind drei Lichtkunstwerke in Form großer Seeanemonen zu bestaunen. Der Künstler Malte Krebbel hat sich von den vielfältigen Formen und Farben dieser geheimnisvollen Meerestiere inspirieren lassen. In einem virtuosen Wechselspiel aus Licht, Reflexion und geometrischen Formen kreiert er ein magisches und einzigartiges Erlebnis.

Pressekontakt:

POTSDAMER PLATZ
C/O RUECKERCONSULT GMBH
Wallstr. 16, 10179 Berlin

Telefon: +49 30 2844 987-66 /-63
Fax: +49 30 2844 987-99
E-Mail: potsdamerplatz@rueckerconsult.de




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